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27.01.2006, 10:30 Uhr
Ambulante und präventive Angebote in der Jugendhilfe
Die CDU-Fraktion stellt folgenden Antrag:

Um den zu erwartenden gesellschaftlichen Veränderungen Rechnung zu tragen, müssen die Leistungsstrukturen im Bereich der Jugendhilfe weiter entwickelt werden, damit auch zukünftig ein effizientes und leistungsfähiges System zur Verfügung steht.
Besonderer Wert ist dabei auf eine zielgenauere und bedürfnisorientiertere Unterstützung der Kinder und Jugendlichen zu legen. Ein wichtiger Baustein für eine solche Entwicklung ist der Vorrang von ambulanten Maßnahmen vor stationären, ebenso wie der Ausbau präventiver Angebote. Die Verwaltung wird daher aufgefordert zu prüfen, wie im Bereich der Jugendhilfe der Einsatz ambulanter Maßnahmen verstärkt und präventive Angebote ausgebaut werden können. Der Politik sind hierzu konkrete Vorschläge einschließlich einer Kostenanalyse zu unterbreiten.

Begründung:

Die Zahl der Kinder und Jugendlichen, die Unterstützung durch Jugendhilfemaßnahmen zur Bewältigung von Problemen benötigen, steigt. Der frühzeitige Einsatz bedarfsgerechter und zielorientierter Hilfen ist unbedingt erforderlich. Es ist allgemein anerkannt, dass Investitionen im präventiven Bereich ein Vielfaches an Folgekosten verhindern können. Um Fehlentwicklungen so früh wie möglich entgegenzuwirken und eine sonst ggf. später erforderlich werdende intensivere Betreuung zu vermeiden, ist der Umfang von vorbeugenden Maßnahmen daher auszubauen.

Dass es auch in der Region Hannover noch entsprechenden Bedarf gibt, zeigen die Ausführung der Verwaltung in der Drucksache I 216/2005, "Landkreis und Region Hannover weisen ein Defizit im Bereich niedrigschwelliger und präventiver Jugendhilfeleistungen für sozial benachteiligte Kinder und ihre Familien auf". Die Verwaltung wird gebeten unter Berücksichtigung der o.g. Ausführungen aufzuzeigen, wie das Angebot an präventiven Maßnahmen für Kinder und Jugendliche und die ambulante Betreuung für diesen Personenkreis in der Region Hannover verbessert und damit bestehende Defizite in der Versorgung mit Jugendhilfemaßnahmen geschlossen werden können.

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