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02.12.2005, 10:00 Uhr
Klinikum muss bis 2009 aus roten Zahlen kommen - CDU: Siloah-Neubau und Leistungsprofile als erste Aufgaben
Die CDU-Regionsfraktion begrüßt die Auswahl der drei neuen Geschäftsführer für die Klinikum Region Hannover GmbH. Diese sind heute einstimmig vom Aufsichtsrat des Unternehmens bestellt worden.
"Es ist uns bei der Auswahl der Kandidaten gelungen, dass weder Parteipolitik noch die bisherige Stellung in den Regionskrankenhäusern den Ausschlag gegeben haben", so der gesundheitspolitische Sprecher der CDU, Wolfgang Greiner, der an den Auswahlgesprächen beteiligt war.

Entscheidend waren, so Greiner, Leistungskriterien und die schlüssige Darstellung eines Zukunftskonzeptes für das Unternehmen. Das einmütige Votum des Aufsichtsrates sei allerdings für die neue Leitung mit hohen Erwartungen verbunden. Denn das Klinikum müsse schnell aus den roten Zahlen kommen. "Das Klinikum hat als eigenständiges Unternehmen nur dann eine Chance, wenn es bis spätestens 2009 schwarze Zahlen schreibt", so Greiner. Die Region sei sonst finanziell überfordert, weiterhin Verluste im heutigen Umfang von mehr als elf Millionen Euro jährlich zu tragen.

Die CDU erwartet von der neuen Geschäftsführung innerhalb der nächsten sechs Monate ein Grundkonzept für den geplanten Krankenhausneubau am Standort Siloah. Darüber hinaus eine Planung, welche medizinischen Leistungen zukünftig an den einzelnen Klinikstandorten angeboten werden sollen. "In beiden Fragen ist in den letzten zwei Jahren zu wenig geschehen, und Chancen sind verpasst worden", meint Greiner. Er erhoffe sich von der neuen Führung des Klinikums nun, dass ein "Ruck" durch das Unternehmen gehe. Vieles sei zu lange diskutiert worden, jetzt sei höchste Zeit für Entscheidungen.

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