CDU-Regionsverband Hannover

Junk fordert Sicherheitsoffensive

Hannover. Die vom CDU-Kandidaten für das Amt des Regionspräsidenten, Oliver Junk, angestoßene Debatte (siehe dazu auch Pressemeldung vom 06.03.2026) zur Stärkung der SPNV-Kompetenz in der ÜSTRA hat zu zahlreichen Rückmeldungen von Fahrgästen gesorgt. Deutlich wurde dabei, dass das Thema „Sicherheit“ eine zentrale Rolle für die nötige Attraktivitätssteigerung im ÖPNV spielt.

„Bus und Bahn müssen sich für Fahrgäste und Beschäftigte wieder sicher anfühlen“, erklärt der CDU-Kandidat für das Amt des Regionspräsidenten Oliver Junk. „Deshalb braucht die Region Hannover eine Sicherheitsoffensive im öffentlichen Nahverkehr.“ Laut Junk berichten viele Menschen von einem unsicheren Gefühl an Haltestellen oder in Bahnen, insbesondere abends. Dabei geht es nach Einschätzung Junks oft weniger um schwere Kriminalität als um Belästigungen, aggressive Situationen oder schlicht das Gefühl, im Ernstfall nicht zu wissen, wie man reagieren soll.

„Genau hier gibt es in den Region Hannover noch eine Lücke: Prävention und Handlungssicherheit für Fahrgäste selbst spielen bisher eine untergeordnete Rolle“, so Junk.

Der CDU-Kandidat nimmt dabei auch die Beschäftigten in den Blick: „Das Thema Sicherheit im ÖPNV hat nicht nur hohe Relevanz für die Fahrgäste, sondern auch für die Beschäftigten. Alarmieren muss, dass nach einer aktuellen Umfrage der Eisenbahn-Gewerkschaft (EVG) fast jeder dritte Bahnmitarbeiter über eine Kündigung nachdenkt. Als Grund nannte ein Drittel der Befragten den Anstieg von Unsicherheit und Gewalt. Auch wenn die Zahlen bei der Üstra nicht ganz so dramatisch ausfallen, sind auch hier Beschäftigte mit direktem Kundenkontakt regelmäßig Beschimpfungen, Beleidigungen und sogar Bedrohungen ausgesetzt. Die Sicherheit im Nahverkehr ist daher nicht nur eine Frage des Schutzes der Fahrgäste, sondern auch ein zentraler Aspekt des Arbeitsschutzes und der notwendigen Unterstützung für die Beschäftigten. Unbedingt benötigen Beschäftigte zusätzliche Unterstützung und Deeskalationstrainings.“

Oliver Junk fordert deshalb eine Sicherheitsoffensive für den ÖPNV. „Dabei wird sehr wohl berücksichtigt, dass richtige Schritte bereits eingeleitet wurden. Videoüberwachungen und die Präsenz von Sicherheitskräften müssen dabei aber noch intensiviert werden. Auch die Einrichtung einer Waffenverbotszone als präventive Maßnahme, wie sie die CDU-Regionsfraktion bereits vorgeschlagen hat, kann ein weiterer Baustein sein, um die Gefährdungslage zu reduzieren und das Sicherheitsgefühl der Fahrgäste sowie des Fahrpersonals nachhaltig zu stärken“, so Junk weiter.

„Andere Städte gehen hier inzwischen weiter. In Hamburg etwa wurde im Rahmen einer Sicherheitsoffensive das Programm „Handlungsmut“ eingeführt. Dort wird in Workshops vermittelt, wie Fahrgäste in kritischen Situationen reagieren können, wie sie Betroffenen helfen und wie sie Hilfe organisieren – ohne sich selbst zu gefährden. Ein solches Programm sollte auch für die Region Hannover ein sinnvoller nächster Schritt sein.“

Laut Junk wird neben Technik und Sicherheitspersonal eine Kultur von Handlungsmut im öffentlichen Raum der Region Hannover benötigt.

„Wir müssen Technik, Personal und gesellschaftliche Prävention kombinieren. Sicherheit entsteht nicht nur durch Polizei und Kameras, sondern auch durch das Verhalten der Fahrgäste“, so Junk weiter: „Ich setze mich deshalb dafür ein, die bestehende Sicherheitsarbeit der ÜSTRA um eine Sicherheitsoffensive für den Nahverkehr zu ergänzen. Ein Programm „Handlungsmut Hannover“ analog den Gedanken aus Hamburg mit kostenlosen Zivilcourage-Trainings für Fahrgäste, Schulen und Vereinen. Fokus: Wie wir Belästigungen erkennen? Wie können wir Situationen richtig einschätzen? Wie wir hinschauen und nicht wegschauen. Wie wir Betroffenen helfen, ohne uns selbst zu gefährden.“

Junk weist darauf hin, dass Studien zeigen, dass mehr als zwei Drittel der Menschen in kritischen Situationen nicht eingreifen, weil sie unsicher sind oder Angst vor einer Eskalation haben. Zudem wirkt der sogenannte Zuschauereffekt, bei dem die Wahrscheinlichkeit zu helfen sinkt, je mehr Menschen eine Situation beobachten.

Junk abschließend: „Bus und Bahn müssen sich sicher anfühlen. Das gilt für die Fahrgäste genauso wie für die Menschen, die jeden Tag dafür sorgen, dass der Nahverkehr funktioniert. Mit der von mir geforderten Sicherheitsoffensive möchte ich das subjektive Sicherheitsgefühl erhöhen sowie Belästigungen und Konflikte schneller stoppen.“